Das war mein treuer Schäferhund. Er wurde leider nur knapp 10 Jahre alt. 2004 mußte ich ihn einschläfern lassen. Ich habe ihn damals mit 7 Wochen bekommen. Er war bildschön, hatte aber soviele Macken, dass die Züchterin damit gekämpft hat, ihn einschläfern zu lassen. Sie ging damals mit ihm auf dem Arm ins Einkaufzentrum und als ich ihn sah, blieb ich stehen und fragte: "Ist der zu vergeben?" Erst sagte sie nein, ging ein paar Schritte weiter, drehte sich wieder um und sagte: "Wollen Sie ihn wirklich haben?" Ich sagte, wie aus der Pistole geschjossen, "Ja!" Ein paar Tage später brachte sie ihn mir. Sie wies mich darauf hin, dass er sich irgendwie die Rute gebrochen hatte und der Knick immer noch zu spüren sei. Außerdem habe er durch eine Verletzung eine kahle Stelle am Kopf und es würden dort keine Haare mehr wachsen. Ich sagte, ist mir egal, hat er halt einen Schönheitsfehler.

Als er 6 Monate alt war, wurde die Stelle allerdings immer größer und wenn er mit anderen Hunde tobte, kam es vor, dass diese Stelle immer wieder offen war. Außerdem wurden seine Augenlider immer seltsamer und bei einem Auge rollte sich das Unterlid so weit ein, daß er ständig Augenentzündung hatte. Also marschierte ich zum Tierarzt. Dort bekam er eine Schönheits-OP, indem er die Haut zusammenzog und schwupps, war die kahle Stelle weg. Allerdings wurden seine Augen trotz Behandlung immer schlimmer und er musste auch dort operiert werden. Die Haut am Augen-Lid war zu viel und es mußte etwas weggeschnitten werden. Bei dieser OP stellte sich allerdings heraus, dass er eine Schädeldeformierung hat und deswegen auch die Augenprobleme. Es verlief alles gut und wir verbrachten wunderschöne Jahre.

Neben HD bekam er dann auch noch die Schäferhundtumore und wurde zum Ekzemer. Zu diesem Zeitpunkt lasteten auch viele private Probleme und Sorgen auf meinen Schultern und Jerry ging es immer schlechter. Der Tierarzt gab ständig nur Antibiotika und Cortison und wollte die Tumore operativ entfernen, sobald es ihm wieder besser ginge. Doch ich merkte, wie er begann, sich zu verkriechen. Ich habe alles versucht, doch er hat die Medikemte nicht mehr verkraftet und ich hatte auch den Eindruck, er wollte nicht mehr. Eines nachts (im Jahr 2004) bekam er dann eine Magendrehung und verkroch sich still und heimlich. Der Tierarzt kam sofort und hat ihn in seiner gewohnten Umgebung erlöst. Ich war sehr traurig und doch erleichtert, dass das Leiden ein Ende hatte.

Er war für mich ein ganz besonderer Hund und ich werde ihn nie vergessen...

 

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