Marco Atlantis, geb. 05.05.1988

 

Marco ist auch ein Traber und vom gleichen Besitzer wie Blacky. Er war lange Jahre auf der Rennbahn und hat auch einige Siege errungen. Mit 12 Jahren ist er dann ausgeschieden und hat erst einmal einen Platz bei einer jungen Frau gefunden. Sie hat ihn dann geritten, konnte aber das Tempo nicht in den Griff bekommen. Dann bekam sie ein Baby und das Pferd mußte wieder weg. Der Besitzer hat sich dann an mich gewandt und mir die Entscheidung mit seinem Zauberwort "Metzger" wieder einmal abgenommen. Da er mir auch zusagte, die Kosten noch für 1 Jahr für ihn zu übernehmen, habe ich ihn dann übernommen. Ich fand eine tolle Reitbeteiligung für ihn, die abwechseln mit mir trainierte und in kürzester Zeit wurde er ein super braves Geländepferd. Er ist nervenstark und ihn bringt so leicht nichts aus der Ruhe, das ganze Gegenteil von Blacky. Er würde mit mir durch dick und dünn gehen, ein absolut charakterstarkes, selbstbewußtes, ehrliches Pferd.

2005 fand ein Pferdeschutz-Verein den Traumplatz für ihn. Die Anlage war sehr gepflegt, unendlich viele Koppeln und ich bekam dort ein kleines Häuschen, einen Job als Pferdepfleger und konnte die anderen beiden Pferde mitnehmen. Somit hatte ich Marco nicht ganz verloren. Schon nach kurzer Zeit mußte ich feststellen, daß nicht alles Gold ist, was glänzt. Marco wurde ziemlich schlecht von seinem neuen Besitzer behandelt und er durfte auch nicht mehr mit meinen beiden Pferden zusammen auf die Koppel. Ich versuchte, das Beste aus der Situation zu machen, aber Marco bekam plötzlich eine Streß-Kolik und mußte in die Klinik. Es konnte ihm nur noch eine Operation helfen, aber der Besitzer sagte wörtlich: "Eine OP kommt nicht infrage, schläfern Sie ihn ein, er ist ja nur mein Beistellpferd!" Da das Pferd bis dato kerngesund war, konnten weder ich noch die Ärzte diese Meinung teilen und mir war klar, daß ich Marco wieder zurücknehmen würde. Ich wandte mich noch in dieser Nacht an den Pferdeschutz-Verein, die mir Hilfe zusagten. Also ließ ich ihn operieren, pflegte ihn monatelang und wartete auf die zugesagte Hilfe, die ich nie bekam.

Als es Marco besser ging, bin ich dort weggegangen und mußte die 3 Pferde in einem Pensionsstall einstellen. Leider bekam er immer wieder Koliken, die Abstände wurde immer kürzer. Am 28.09.2008 bekam er so eine heftige Kolik, die nicht in den Griff zu bekommen war. Der Blinddarm war entzündet und irgendwann wäre er durchgebrochen. Auf Anraten des Tierarztes mußte ich mich schweren Herzens dazu entschließen, ihn von seinen Schmerzen zu erlösen.

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