Das bin ich auch ..

und das ist mein Papa mit seinem stolzen Gespann  

Seit ich Denken kann, habe ich eine Pferdeliebe entwickelt. Mit 3 Jahren saß ich zum ersten Mal auf dem kräftigen Kaltblüter meines Vaters, zum Schrecken meiner Mutter. Mit 12 Jahren fing ich an, intensiv Reituntericht zu nehmen. Ich träumte immer von einem eigenen Pferd - ein Schwarzes - so wie "Fury". Und natürlich ein Bauernhof, damit ich ihn ganz nah bei mir hab.

Aber zuerst musste ich ja mal meine Schule und Ausbildung zu Ende bringen, dann habe ich auch schon geheiratet und meine Tochter bekommen. Da hatte ich keine Zeit für ein eigenes Pferd. Also ging ich fleißig weiter in meinen Unterricht und wenn ich Glück hatte, durfte ich auch mal ein Privatpferd reiten. Ich habe Bücher ohne Ende gewälzt und so manchen Pferdebesitzer genervt, weil ich alles über Haltung und Pflege lernen wollte. Und dann war der Tag da (im Sommer 1996), bot man mir ein Pferd an, das niemand mehr haben wollte - zwar kein Fury, aber die "Kleine" tat mir so leid, dass ich sie einfach haben wollte. Einige Freunde und Bekannte meinten dann, "was willst du denn mit diesem "Klepper", leg lieber ein paar Mark drauf und dann kriegst du was Vernünftiges." Tja, diese Einstellung konnte ich nicht teilen und holte mir jetzt erst recht das Hummelchen. Und ich habe es noch keinen Tag bereut.

 

    Hummel geb. ca. 1980

Hummelchen hat ein sehr hartes Leben hinter sich, sie wurde nur als Arbeitstier mißbraucht. Sie musste im norddeutschen Raum als Touristenpferd ihr Dasein fristen. Dort stand sie den ganzen Tag gesattelt an einem Balken angebunden und wartete auf irgendwelche Leute, die sie dann mieteten und herumscheuchten. Irgenwann hat ihr dann ein rücksichtsloser Reiter mit der Kandare die Lippe aufgerissen und der Besitzer ließ es nicht behandeln. So behielt sie einen dicken Wulst an der Lippe, wo sie auch teilweise gelähmt ist. Von dort hat sie eine Frau aus Mitleid freigekauft und bei sich in den Schulbetrieb mit Kindern genommen. Da bekam sie dann wenigstens eine anständige Box, Koppelgang und endlich auch gutes Futter. Und viele Kinder haben auf ihr das Reitabzeichen gemacht. Dann wurde sie an eine Bekannte von ihr weiterverkauft, die ein braves, ruhiges Pferd als Wiedereinsteiger brauchte. Und das ist sie auch, ein absolutes Verlaßpferd.  Als sie dort ihren Soll erfüllt hatte, stand sie wieder zum Verkauf, das "neue, jüngere und bessere Pferd" hatte sie bereits abgelöst. Doch niemand wollte dieses Pferd haben, da man ganz klar die Spuren der harten Arbeit erkennen konnte und somit war ihr Schicksal auch besiegelt. Also kam sie zu mir.  Irgendwie hatte sie wohl auch das Wandern durch so viele Hände satt. Sie war abgestumpft und verhielt sich dementsprechend gleichgültig. Sie entwickelte sich aber zu einem absolut aufgeschlossenen und anhänglichem Pferd, ist heute sehr verschmust, läuft mir hinterher wie ein Hund. Und wenn sie weiß, das Fressen naht, kommt ein leises Wiehern bis Quietschen. 

Bei einer gründlichen Untersuchung in der Pferdeklinik wurde eine Strahlbeinzyste und Hufrolle diagnostiziert und die Arthrose war auch im Anmarsch. Es war vollkommen klar, dass dieses Pferd durch keine Hände mehr wandern wird und  ihr Gnadenbrot bekommt, das sie absolut verdient hat...

Da sie nun aufgrund ihres Alters kein Heu mehr fressen kann, braucht sie täglich eingeweichte Heu-Cobs und Mash. Auch Seniorenmüsli, Mineralfutter und Karotten mit Leinöl sollten nicht fehlen. Der Tierarzt muß einmal im Jahr die Zähne raspeln und der Hufschmid regelmäßig die Hufe ausschneiden, da sie auch eine Fehlstellung hat.

Da die Pflege eines älteren Pferdes mit erheblichen Kosten verbunden ist, werden Spenden und Patenschaften für sie gesucht, damit ihr Rentnerdasein gesichert ist.

Wenn Sie helfen möchten oder sich für eine Patenschaft interessen, wenden Sie sich bitte an mich oder an den Tierschutzverein Hallertau u.U.e.V.

Sie erhalten auch eine Patenschaftsurkunde und können das Pferd jederzeit besuchen.

 

 

 

   Black Rain - geb. 20.03.1991

Er ist ein Traber und war für die Rennbahn nicht geeignet. Nervös, ängstlich, immer wieder galoppiert und ein Kaspar - alles "gute Voraussetzungen" für die Rennbahn. Durch einen Zufall ist der Besitzer auf mich gestoßen und hat ihn mir angeboten. Er sagte, wenn er nicht innerhalb der nächsten 4 Wochen einen Platz gefunden hat, geht er zum Metzger. Ups, das war das "Zauberwort!" Ein junges, gesundes Pferd, grade mal 5 Jahre alt, sollte zum Metzger, weil er nicht so funktionierte, wie man es von ihm erwartet hatte. Das konnte ich nicht zulassen und so war er am nächsten Tag bei mir.

Er war ziemlich schlank, als er ankam und ich habe ihn einfach erst mal Pferd sein lassen. Eigentlich wollte ich ihn ja nur vor dem Schlachter retten und weitervermitteln. Da er aber auf der Rennbahn unter den Sulky kam, als er wieder mal scheute, verletzte er sich die Sehne am Hinterbein und hat einen bleibenden Schaden davongetragen, der ihm aber keine Probleme bereitet. Trotzdem wollte ihn niemand haben, also blieb er auch. 

Da ich ihn aber auch nicht einfach stehen lassen konnte, fing ich mit Longieren und Bodenarbeit an und er zeigte sich von seiner besten Seite. Man konnte ihn sogar satteln und sich draufsetzen, aber ich bekam ihn nicht in Gang. Ich zweifelte an mir, schließlich hatte ich ja eine jahrelange und teilweise harte Ausbildung genossen. Also arbeitete ich mit ihm weiter und siehe da, plötzlich tat er ein paar Schritte. Dann sagte ich nur noch: "Macht das Tor auf, am Platz wird mir das jetzt zu blöd, ich geh ins Gelände!"  Soll er es dort lernen, wenn er hier nicht will. Gesagt, getan. Ich ging Slalom durch den Wald, wir trabten in einem irren Tempo über die Wiesen und ich ließ ihn laufen, bis er in den Galopp fiel. Ahhh, traumhaft, er hatte einen wunderschönen, weichen Galopp. Von nun an sind wir nur noch ausgeritten, in einem Tempo, das ich eigentlich nicht regulieren konnte, er hatte ja auch sein Gleichgewicht noch nicht.  Aber er war immer brav bis auf die kleinen Kämpfe, wie Laubblätter, die könnten einen ja anspringen und viele andere Alltagssachen, da muß man dann tänzeln und furchtbar viel Angst zeigen. Und wenn der Reiter da oben sagt: "nix da - weiter", dann wurde eben mal gestiegen. Dies war der Punkt, wo ich dann sagte, so, jetzt hat das Spiel ein Ende, jetzt kommt ein Trainer her, denn ich hatte ja damals noch keine Ahnung vom Beritt. Ich habe dann eine Trainerin gefunden, die ihn mir echt super Western ausgebildet hat. Von ihr habe ich auch sehr viel gelernt. Mittlerweile sind wir befreundet und sie kommt auch heute noch, wenn ich mal Hilfe brauche oder auch nur zu Besuch für einen schönen Ausritt. Es macht wirklich Spaß, ihn zu reiten, aber man muß bei ihm immer vorausdenken, weil er ein ängstliches Pferd ist. Mittlerweile zählt er auch schon zu den Senioren, ist aber immer noch ein Lausbub. Aber ein netter...

Ich finde, Traber sind wirklich tolle Freizeitpferde, wenn man weiß, wie man mit ihnen umgehen muß.

Wer sich für eine Patenschaft interessiert, wendet sich bitte an mich oder den Tierschutzverein Hallertau u.U.e.V.

 

 

 

 

    Tom - geb. 2004

Tommy wurde 2006 von einer Familie, die in Marokko lebte, halb tot am Strassenrand gefunden. Sie brachten ihn in die Klinik, aber man konnte sein zerquetschtes Beinchen nicht mehr retten. Als die Familie aus beruflichen Gründen versetzt wurde, wollten sie den Hund nicht zurücklassen, konnten ihn aber auch nicht behalten. Also nahmen sie ihn mit nach Deutschland und brachten ihn in ein Tierhotel zum Vermitteln. Dort habe ich zu diesem Zeitpunkt noch gearbeitet und mich mit ihm beschäftigt. Da sich keine Interessenten für ihn fanden, nahm ich ihn erst mal zu mir, da er sich auch sichtlich in dem Rudel nicht wohl fühlte. Nun ist er immer noch bei mir und ist ein total lieber und anhänglicher Kumpel geworden. Leider hat er eine kleine Macke. Er fühlt sich als Wachhund, passt sehr gut auf, aber zwickt gerne mal so manch einem Besucher ins Bein. Deswegen hat sich eine Vermittlung für ihn als äußerst schwierig herausgestellt und nun bleibt er bei mir. 

Leider hat er mittlerweile etwas Probleme mit seinem Vorderbeinchen und fällt oft hin. Es gibt auch Tage, wo er garnicht laufen kann und ich ihn zum Geschäftchen verrichten raustragen muss. Zur Unterstützung bekommt er jetzt eine Physiotherapie.

Tommy hat inzwischen 2 liebe Patenschaften gefunden, sodass er alles bekommen kann, was er braucht. Vielen Dank an dieser Stelle für die Hilfe.

 

 

  Weibi, geb. ca. 2000

Weibi war in Ungarn in der Tötungsstation. Sie wurde als Gebärmaschine missbraucht und als sie ausgedient hatte, landete sie auf der Strasse. Ich habe sie 2009 als Dauerpflegestelle übernommen um ihr noch ein paar schöne Monate zu ermöglichen. Die tierärztliche Untersuchung ergab schwere HD, ein gebrochener Vorderlauf, der schief zusammengewachsen war und sie leidet an einer Allergie. Anfangs konnte sie kaum noch laufen und war so ängstlich, dass sie sich sofort hingelegt und nicht mehr bewegt hat, wenn man ihr zu nahe kam. Mittlerweile hat sie wieder Lebensfreude und geht auch gerne spazieren. Sie ist auf Medikamente eingestellt, wodurch wir das Ekzem einigermassen im Griff haben und sie schmerzfrei hoffentlich noch weitere Jahre leben kann. Sie ist eine absolute Traumhündin, die auch gerne als Ersatzmutter für meine kleinen Schützlinge, die ich aufziehen muss, einspringt.

 

 Stummelchen

 Nala

 

 

 

 

 

 

 

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