...da gäbe es so viel zu erzählen, dass ich schon ein Buch schreiben könnte.           Vielleicht wäre es ja ganz interessant? Aber ich will euch ja nicht langweilen ...

 Also...

  das bin ich (ist aber schon ein paar Jaare her)

und das ist mein bescheidenes Heim.        

Jedenfalls bin ich Baujahr 1954, Sternzeichen Stier, habe Ehe und Scheidung schon hinter mir und meistere mein Leben jetzt allein. Hatte bis jetzt kein so glückliches Händchen mit Männern. Aber ich habe eine liebe Tochter, einen netten Schwiegersohn und einen coolen Enkel. Ist doch immerhin etwas, oder?

Das Wichtigste in meinem Leben ist meine Familie und die Tiere.

Schon als Kind wollte ich immer ein Haustier, aber ausser Kanarienvögel und Wellensittiche war nichts zu machen, die Wohnung war zu klein. Dann entdeckte ich einen Schäferhund-Mix, der ständig am Heizkörper in einer Wohnung angebunden war und nur zu kurzen Spaziergängen ausgeführt wurde. Wenn er nicht parierte, bekam er Schläge und Tritte, bis er jaulte. Ich konnte meine Mutter dann davon überzeugen, dass der Hund dort raus musste und so kam ich zu meinem ersten Hund.

Im Laufe der Jahre habe ich viele Hunde aus schlechter Haltung befreit, aufgebaut und wieder vermittelt. Ich lernte dann auch Hundeausbildung und konnte so manchen Kandidaten wieder gerade biegen. Das sprach sich natürlich schnell herum und so wurde ich zu einer Anlaufstelle für Fundtiere, herrenlose, kranke oder verletzte Tiere und Problemhunde. Ich habe auch viele ausgesetzte Katzenbabies aufgezogen und irgendwann bekam ich auch Papageien aus katastrophaler Haltung. Einige Tiere, die nicht mehr vermittelbar waren,  habe ich behalten. Auch hat man gerne seine Tiere für einen Urlaubsaufenthalt gebracht, einige wurden nie wieder abgeholt und so hat sich langsam ein Zoo bei mir entwickelt. 

Eines Tages wollte ich mir dann meinen Jugendtraum erfüllen - ein eigenes Pferd. Und schon begann mein Schicksal auch dort. Ich fing an, Pferde, die in Not waren, aufzunehmen und wieder an einen guten Platz mit artgerechter Haltung zu vermitteln.

Arbeiten muss ich natürlich auch etwas. Das mach ich überwiegend von zu Hause aus.  Ich schreibe deutsche Synchronbücher, damit der Film deutsch wird und ihr auch etwas versteht. Macht irre Spaß, wenn die Termine nicht immer so kurzfristig wären.

Da die Aufträge in dieser Branche aber nicht kontinuierlich laufen, muss ich auch noch anderweitig arbeiten. Nach meiner Trennung habe ich erst mal einen Job als Pferdepfleger angenommen. Da ich allerdings die Ansichten über die Pferdehaltung meines Chefs nicht teilen konnte, habe ich mir ein neues Aufgabengebiet gesucht, eine leitende Position in einem Tierhotel. Die Arbeit hat mir zwar gefallen, ich habe viel dort gelernt, aber ich wußte, dass es nicht von Dauer sein wird. 

Tja, und dann wären da noch die Hobbies. Da hätte ich eigentlich auch viele, aber dann müsste der Tag 48 Stunden haben. Bin mit Geld verdienen und meiner Tierschutzarbeit ziemlich ausgelastet. Bin froh, wenn ich noch zum Reiten komme. Ab und zu bekomme ich wieder mal ein Problempferd zum gerade biegen oder zur Ausbildung. Und wenn ich mal ein bißchen Luft habe, genieße ich nach einer sehr turbulenten Beziehung, meine (im Frühjahr 2005) wieder gewonnene Freiheit. Ich gehe gerne Tanzen, Schwimmen, auf Flohmärkte, Messen oder mit meiner Tochter zum Bummeln und, und...

Nun habe ich einen alten Bauernhof gefunden in einer Traumgegend - alles grün - Wald und Wiesen... und habe endlich Platz, Tiere in Not aufzunehmen. Es gibt zwar noch eine Menge hier zu tun, da der Hof sehr sanierungsbedürftig ist, aber mit Hilfe lieber Freunde und Tierschützer schaffen wir langsam Stück für Stück.

 

Das ist meine Aufzucht- und Auffangstation für Katzen:

 

Auffangstation für Kaninchen:

 

Weitere Räumlichkeiten zur Aufnahme von Tieren in Not sind in Arbeit.

 

Datenschutzerklärung